Im Fall des Falles: Rennport-Versicherungen! Ein Einblick zum Durchblick.

Eines gleich vorweg: Wir Hobby-Rennfahrer – ob mit oder ohne Lizenz – sind bei Versicherungen nicht sehr beliebt. Dennoch gibt es Anbieter, die dieses Risiko (sowohl für Fahrer wie auch Material) zumindest teilweise übernehmen. Hier unser Einblick zum Durchblick:

Auf die Frage, ob Motorrad-Sportler bzw. Hobby-Rennfahrer eine Möglichkeit haben, sich selbst und ihr Material bei der Anreise und bei der Ausübung des Rennsports versichert werden, winken zunächst mal alle österreichischen Versicherungsanbieter ab.

Nur die deutsche Gothaer hat sich anscheinend darauf spezialisiert, diese „motorsportive Randgruppe“ zu versichern. Hierfür gibt es in Österreich eine kleine (überlastete) Repräsentanz, die sich nach einigen Urgenzen unsererseits doch bereit fand, Licht ins Dunkel zu bringen.

Nun, was lässt sich also grundsätzlich versichern?

Haftpflicht für die Rennstrecke, die sowohl Sach- als auch Personenschäden deckt, die von der Veranstalterhaftpflichtversicherung nicht gedeckt werden, oder aber bei denen aufgrund von Fahrlässigkeit o.ä. regressiert wird.

Die Deckungssumme beläuft sich auf pauschal EUR 1 Million -> Prämie p.a. EUR 715,-

Ganz wichtig: Diese Versicherung bietet keinen Versicherungsschutz auf Straßen, Flächen oder Wegen, auf denen die STVO gilt!

Auch wichtig: Oft besteht der große Irrtum, dass auf Rennstrecken / bei Rennveranstaltungen das „Gentleman-Recht“ gilt, dass jeder für seinen Schaden selbst verantwortlich ist. Das stimmt (dem Gesetz nach) überhaupt nicht! Sowohl was Schadenersatz, als auch Schmerzensgeld betrifft, so gelten auch hier Strafgesetzbuch, Zivilrecht uä (Mit anderen Worten: Bei Fahrlässigkeit, grober Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz kann es nicht nur zu Schadenersatz oder Schmerzensgeldforderungen kommen, sondern sogar zum Einschreiten der Staatsanwaltschaft mit den entsprechenden Rechtsfolgen.)

Haftpflichtversicherung nur für das Fahrerlager und die Boxengasse. Diese deckt ebenso (wie oben) Sach- und Personenschäden, die von der Veranstalterhaftpflichtversicherung nicht gedeckt werden, oder aber bei denen aufgrund von Fahrlässigkeit oä regressiert wird.

Versicherungssumme: EUR 100.000,- -> Prämie p.a. EUR 155,-

Motorrad- / Equipmentversicherung: Der Versicherungsschutz umfasst Europa im geografischen Sinne und sichert das Eigentum bei Diebstahl, Vandalismus und Teil- oder Totalzerstörung bei Unfall – hier auch selbstverschuldet!

Aber Achtung! Diese Versicherung gilt grundsätzlich nur für den reinen Transport ou trouver le viagra. Schäden während der Rennen deckt eine Rennkaskoversicherung, die aber für Motorräder nicht angeboten wird!

Wir reden hier also von einem Versicherungsschutz für das Fahrzeug und das Equipment während des Transportes. Dieser beginnt mit Beladung auf der Rennstrecke und endet mit der Abladung zu Hause bzw. umgekehrt. Ein anderer Zeitraum ist hier nicht erfasst. (Ebenso inkludiert sind dabei die Be- und Entladerisken.)

Versicherungsprämie für das Motorrad: 1,4% der Versicherungssumme p.a.
Versicherungsprämie für das Equipment: 1,1% der Versicherungssumme p.a.

Unfallversicherung / Rücktransport / Invalidität / mit Ableben / ohne Ableben:
Auch diese Varianten werden von der Gothaer angeboten, allerdings muss man sich hierfür aufgrund der Vielzahl an Parametern, die für die Errechnung der Prämie notwendig sind, ein individuelles Angebot machen lassen.

(Alle Angaben ohne Gewähr!)

Alles in allem ist es natürlich am besten, nicht zu stürzen und unversehrt wieder nach Hause zurückzukehren. – Das wünschen wir euch natürlich von ganzem Herzen!

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