So geht der österreichische Motorrad-Rennsport zu Grunde!

Was man früher als Schwellenländer, Diktaturen und/oder Ostblock bezeichnete, zeigt uns heute, wie man im Motorrad-(Hobby-)-Rennsport aufgestellt sein muss, um dem Sport eine Zukunft zu geben.

Und man muss offen und ehrlich eingestehen: Wir sind die Vergangenheit, der ehemalige Ostblock (heute: Neue-EU-Mitgliedsstaaten) ist die Zukunft.

So gesehen bei der Rumänischen SBK-Meisterschaft, die als Gaststarter und „Randerscheinung“ bei der Rennveranstaltung von GH-Moto ausgetragen wurde.

Im dicht gebuchten (österreichischen) Teilnehmerfeld stach das kleine Grüppchen aus Rumänien wohltuend hervor. – Nicht nur, weil anscheinend in diesem Land noch ein Gespür für unseren Rennsport herrscht und die Rennfahrer von einer Schar von Fans begleitet werden, die es verstehen, stilvolle Parties zu feiern. – Nicht nur, weil allein optisch die weiblichen Begleitungen ein Augenschmaus sind und diese anscheinend verstanden haben, dass es unserer Gesellschaft und unserem Leben gut tut, wenn Frauen Frauen sind und Männer Männer.

– Nicht nur, weil das Surrounding (angefangen vom Kamerateam, den Sponsoren, den Fotografen, der Fan-Crowd, der Fröhlichkeit, …) jedem österreichischen Hobby-Rennfahrer und den Veranstaltern die Schamesröte ins Gesicht treiben muss …! – Sondern auch, weil das Ganze diszipliniert und entspannt vonstatten geht (so gibt zB die DJ-Line mit modernen Tunes vor dem ausgelassen tanzenden Partyvolk bis Mitternacht Vollgas, ab dann herrscht kein besoffenes Gegröhle, sondern nur mehr ein leise musikbegleitetes Gemurmle).

Besonders ins Auge aber stach schlussendlich die Pokalüberreichung. – Während österreichische Hobbyrennfahrer zu ebener Erde vor den Boxentoren mit Pokalen versorgt werden, die von der Größe her eher an ein Schnapsglas erinnern und die auf eine Entfernung von fünf Metern kaum mehr wahrnehmbar sind, verstehen es die Rumänen, das offizielle Siegerpodest der Formel 1 zu erklimmen, um dort den Sponsoren und auch den Fahrern eine Plattform zu bieten, mit der man sich vor den Sponsoren nicht zu genieren braucht.

Ja, um auch das Sportliche in Betracht zu ziehen: Schneller sind die österreichischen Fahrer. Zum Beispiel die der IOM-SBK. Da agiert das Spitzentrio nur ein bis zwei Sekunden unter dem offiziellen Rundenrekord am Hungaroring. – Aber was die Wertschätzung und den Rahmen betrifft, so sind uns die Rumänen jene Lichtjahre voraus, die wir in unserer Überheblichkeit eigentlich uns zugedacht haben.

… und es reift der Entschluss, in den nächsten Saisonen bei den Rumänen mitzufahren, um sich nicht nur als Rennfahrer zu fühlen, sondern, um auch so behandelt zu werden.

 

 Unsere pfeilschnellen Racer bei der Pokalübergabe zu ebener Erde …

 

Die rumänischen Fahrer vor ihrer Fan-Crowd dort, wo auch die „wirklichen“ Rennfahrer
ihre Pokale überreicht bekommen und würdig abfeiern.

 

1 Kommentar

  1. Peter sen. Langer August 20, 2014 10:03 am  Antworten

    Österreich als Motorrad Rennsportland ist schon seit Jahrzehnten gestorben. Ein Fremdenverkehrsland wie Österreich kann es sich doch nach Ansicht unserer obergescheiten Politiker und der ganzen auf Eigennutz ausgerichteten Thermen- Kaiser- Wintersport- Naturschutz-und und und diverser anderer Lobbyisten gar nicht erlauben , pro Jahr eventuell so um die 10 sicher bestbesetzte Motorrad Straßen – und Bergrennen zu veranstalten. Alleine der Lärm und der “ ungeheure Schadstoffausstoß“ dieser Sportgeräte macht so ein Vorhaben schon unmöglich. Diese “ Umweltbelastungen“ überlassen wir lieber den endlosen Fahrzeugkolonnen, die sich zum Zweck der Bereicherung der obengenannten Personenkreise tagtäglich über unsere Verkehrswege wälzen! Und den Unmengen von Pistengeräten, die Winter für Winter den unbedingt notwendigen Maschinenschnee diverser Schigebiete niederwalzen und verdrecken!
    Und das Alles angesichts zweier permanenter super Rennstrecken-Salzburg und Spielfeld- welche hauptsächlich zu Testzwecken prominenter Auto, Reifen usw. Hersteller genutzt werden und für Veranstalter von Motorradrennen schon von der Höhe der Ringmieten beinahe unerschwinglich sind! Und wenn sich schon ein Veranstalter wie der IGFC unter Wolfgang Stropek drübertraut, muß er natürlich von den Fahrern dementsprechend hohe Nenngebühren verlangen um über die Runden zu kommen, dass sich viele Fahrer eine Teilnahme schon nicht mehr leisten können und ln den sogenannten Ostblock ausweichen müssen. Wo soll da ein guter und breiter Nachwuchs herkommen?
    Auf Nimmerwiedersehen Motorrad Rennsportland Österreich!!!

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