
Wie duldsam heutzutage Biker in Österreich sind, beweist die Neuauflage
der "Bike" in Linz. Zwischen kulinarischen Highlights wie
Leberkässemmel, Gulasch, Hascheeknödel, Wurstsalat und Krapfen, werden
lieblos einige Zweiräder präsentiert. – Ein bissel interessant höchstens
für "Straßenbiker", für Rennfreaks eigentlich völlig uninteressant und
ernährungsphysiologisch wertlos, Innovationsfaktor 0.Ja, freirad.com war auf der Bike 2012 in Linz. – Eigentlich wär's das als Beitrag schon gewesen, denn mehr gibt es im Prinzip nicht zu sagen.
Brav sind sie, die Biker in Österreich. Sie kommen, obwohl ihnen nichts geboten wird. Keine Innovationen, ein paar glanzlose Neuvorstellungen, das Higlight der Show (Ducati 1199 Panigale) einmal nackt, einmal bekleidet, ohne standesgemäße Inszenierung.


Zwei Neuvorstellungen der Firma Harley Davidson, die nach der Enthüllung mit einem tosenden "Aha" akklamiert wurden.

– Und dann vielleicht noch ein paar Hostessen, die auf 15 Meter Entfernung einen sexy Eindruck machen.

Irgendwie kommt die Motorradbranche nicht in die Gänge. – Mag sein, dass es an der Kälte liegt, oder an einem gerüttelt Maß an Borniertheit, die darauf aufbaut, dass Motorradfans mit allem zufriedenzustellen sind, was man ihnen vorsetzt.

Dabei kommt die Straßenfraktion noch ein bisschen besser weg als die Rennstreckenfahrer. Für letztere herrscht große Dürre im Messeangebot. (Bezeichnend dafür: Der vielbeworbene und umjubelte Kawa Naked Cup leidet an so krassem Anmelde-Mangel, dass sehr wahrscheinlich die Mindestteilnehmerzahl von 25 nicht erreicht werden wird.)

– Und wer dann noch ein bisschen auf seine Ernährung achtet, dem ist definitiv anzuraten, seine Maiswaffeln selbst mitzunehmen, um nicht in einem Meer an gesättigten Fettsäuren zu ertrinken. Das Motto der Gastronomie scheint zu sein, dass für Motorradfahrer alles deftig sein muss, damit die Mopetten beim Aufsitzen fest in die Knie geht.
Fazit: Bike 2012, eine Niederlage.
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