Ein wenig durchwachsen, aber tendenziell positiv bewertet die österreichische Zweiradbranche das auslaufende Jahr 2010 und blickt
(zweck-)optimistisch ins neue Jahr. – Wie überall, so gibt es auch bei den Motorrad-Marken Winner und Looser.
Traditionell vorne weg präsentiert sich mit einer breiten Produktpalette und dem (Marketing-)Hit des Jahres BMW mit dem Superbike S1000RR (Absatzplus von 1.219 auf 1.622 Fahrzeuge).
Aber das Zweirad-Aufkommen besteht nunmal nicht (mehr) überwiegend aus Motorrädern, sondern vor allem aus Mopeds, Leichtmotorrädern und den – ungebrochen im Trend liegenden – Rollern.
Über das gesamte Zweirad-Segment hinweg weist die Zulassungsstatistik einen Rückgang von fast 4% aus (in Deutschland fast 10%). Mitverantwortlich für den Rückgang scheinen die geburtenschwachen Jahrgänge, die nun beim Nicht-Kauf von Mopeds durchschlagen.
"Winner" der Zulassungsstatistik ist der Piaggo-Konzern, was beweist, dass sich der Roller als Nutzverkersmittel durchgesetzt hat.
Laut Didi Brandl (BLM Geschäftsführer / Ducati Generalimporteur) kommen derzeit die Innovationen in technischer Hinsicht aus Europa. Ducati selbst konnte in Österreich Dank der neuen Multistrada um 50% (= 200 Zweiräder) zulegen.
Neben Triumph (77 Motorräder weniger verkauft als im Vorjahr) sieht es vor allem bei den japanischen Marken etwas bitterer aus. Lediglich Kawasaki (+3,9%) konnte sich erstaunlicherweise gegen den Abwärtstrend behaupten und will ja im nächsten Jahr mit dem neuen Superbike wieder eine Duftmarke hinterlassen. Honda hingegen geht mit -11,55% aus dem laufenden Jahr.
Wenn man den Zustrom zu den Fachmessen betrachtet, dann scheint das Publikumsinteresse an Zweirädern ungebrochen. So verzeichnete zB die EICMA in Mailand eine halbe Million BesucherInnen (+ 50.000), die Intermot in Köln 210.000 (+ 10.000) BesucherInnen.
... man hofft auf 2011.
< back
comments